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Virenfreie Wäsche mit weniger als 60 Grad

Dieser Beitrag gibt die persönliche Meinung des Verfassers wieder und basiert auf dessen persönlichen Recherchen.

Nach offiziell verbreiteten Informationen genügen 20 Sekunden Händewaschen mit kaltem oder lauwarmen Wasser, um das Corona-Virus auf der Haut loszuwerden. Aber für Kleidung soll ein zweistündiger Maschinenwaschgang bei 40°C nicht ausreichen? Wieso wird aus Gründen des Infektionsschutzes empfohlen Wäsche bei 60°C oder noch heißer zu waschen und damit das Textil zu ruinieren? Was wir bisher herausgefunden haben:

Haut bietet als lebendiges Material einen weit besseren Nährboden für Viren und andere Erreger, so dass sie sich dort wesentlich wohler fühlen, besser haften und länger leben. Auf totem Material, vor allem auf porösen Oberflächen wie bspw. Textilien, aber auch auf Versandkartonagen, trocknen Viren allgemein recht bald aus und sterben schneller ab als auf glatten oder nährenden Untergründen. Folglich ist vieles wohl schon tot, bis Kleidung überhaupt mal in der Waschmaschine landet. Wieso dann noch viel heißer waschen als die Hände?

Verschiedene Quellen sagen, dass die Wassertemperatur beim Händewaschen unwichtig ist um Viren loszuwerden. Völlig egal ob kaltes oder warmes Wasser, wichtig ist nur dass man Seife dabei verwendet. Aber Kleidung soll bei 60 Grad oder heißer gewaschen werden, obwohl eine reguläre Maschinenwäsche üblicherweis 350 mal länger dauert als die für’s Händewaschen empfohlenen 20 Sekunden? Waschmittel sind mehr oder weniger stark alkalisch, haben je nach Fabrikat einen pH-Wert zwischen 7 und 11, es bildet sich eine basische Waschlauge. Ähnlich wie Seifenlauge beim Händewaschen.

Der pH-Wert ist aber noch nicht mal der ausschlaggebende Faktor für die Wirkung auf Viren, sondern die amphiphilen Eigenschaften von Seife. Und die haben Saponine und Tenside im Waschmittel doch gleichermaßen? Viren erledigt man durch Zerstörung ihrer Lipidschicht (fettbasierte Hülle). "Seife enthält fettähnliche Substanzen, sogenannte Amphiphile, von denen einige strukturell den Lipiden in der Virusmembran sehr ähnlich sind. (...). Die Seife 'löst' effektiv den Klebstoff auf, der das Virus zusammenhält", so Pall Thordarson, Chemieprofessor an der Uni New South Wales in Sydney.

Weshalb dennoch empfohlen wird, Textilien heißer zu waschen als Hände, dafür konnten wir bis dato noch keine fundierte Begründung finden. Was sich recherchieren lässt, ist dass 60 Grad oder mehr eigentlich nur bei Pilzbefall nötig seien. Bakterien rafft man schon mit weniger Temperatur dahin. Deren Zellmembran enthält viel Protein, welches schon unterhalb 50°C gerinnt.

Unsere Waschempfehlung für Oberlandla-Kleidung ist und bleibt auch in Corona-Zeiten im Niedrigtemperatur-Bereich. Einfach aus dem Grund, weil Textilien und Aufdrucke unter hohen Temperaturen leiden und schneller verschleißen. Nicht nur unsere, das ist generell so. Wir wollen nicht, dass unsere Kundschaft sich aus Sorge vor Viren ihre Kleidung kaputtwäscht. Sie sollen möglichst lange Freude daran haben, auch aus Nachhaltigkeitsgründen. Wir halten nicht viel von Fast Fashion, sondern setzen auf Langlebigkeit, die aber durch häufiger heißes Waschen leidet. Vom Energieverbrauch und dessen Umweltauswirkungen mal ganz zu schweigen.

Nach unseren bisherigen Recherchen und allem was wir bisher herausfinden konnten, halten wir als Laien / Nicht-Wissenschaftler es für absolut plausibel, dass Wäsche auch bei niedrigen Temperaturen virenfrei wird. Bzw. dass dies nicht erst bei 60 Grad oder mehr der Fall wäre. Was man mit den Händen in 20 Sekunden unter dem lauwarmen Wasserhahn schafft, kann die Waschmaschine mit Kleidung in 2 Stunden bei 30-40°C nicht schlechter machen. Das sieht bspw. auch Sebastian Lemmen, Infektiologe an der Uniklinik Aachen so.

Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann spezielle Desinfektionswaschmittel oder Hygienespüler verwenden.

 


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