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Warad schee, wenn's boid wirklich amoi glanga dad.

Im Juli hat's Gericht beschlossen g’habt, dass trotz unsrer vorgelegten Beweise a Sachverständigengutachten von einem Sprachwissenschaftler erstellt wern soll, und dieser Gutachter ned vom Gericht bestimmt werd, sondern mia den gemeinsam mit der Gegenseite auskarteln sollen. Ungewöhnlich. Kann ma sich in der Sach scho ned einigen, aber auf a Person soll ma sich verständigen die vor Gericht das Zünglein an der Waage sein wird?

In Folge dessen ham unsre Anwälte nochmals außergerichtlich Kontakt zum gegnerischen Anwalt aufgenommen, um diese erneute (und in unseren Augen überflüssige) Kostenbelastung die so a Gutachten erzeugen dad, vielleicht zu vermeiden und evtl. doch no a vergleichsweise Einigung zu erzielen. Was soll a Gutachter no bringa, was mia ned scho gebracht hätten an Beweisen (im Bild a kloana Auszug unserer Fundstücke die mia auch mit eurer Hilfe zusammengetragen haben, danke an alle die etwas beigesteuert haben).

Im Zuge dieser Gespräche hat die Gegenseite a Vergleichsangebot angedeutet, des im Wesentlichen beinah dem entsprach, was mia beim ersten Verhandlungstermin im Mai eigentlich scho unterbreitet hatten und da von südpol/Schwarzmann-Seite noch vehement abgelehnt wurde. Jetza auf oamoi warad’s doch recht? Durch die Ablehnung unsres Vergleichsvorschlags damals san inzwischen halt weitere (vermeidbare!) Kosten entstanden für Gericht und zusätzliche anwaltliche Kommunikation. Die wollen mia ned tragen.

Darum hamma ein Gegenangebot gemacht: statt 1€ pro Shirt (wie ursprünglich vorgeschlagen), würden mia sogar das Doppelte, also 2€ pro Shirt an eine wohltätige Einrichtung spenden, wenn mia dafür keinerlei Anwalts- und Gerichtskosten zu tragen haben, sondern diese voll von der Gegenseite übernommen würden. Gleichzeitig hamma auch vorsorglich einen möglichen Sachverständigen vorgeschlagen, der bei Nichtzustandekommen eines Vergleichs dann für den weiteren Verlauf des Gerichtsverfahrens das geforderte Gutachten erstellen könnt.

Die südpol/Schwarzmann-Seite hat unsere Vorschläge abermals abgelehnt. Weder wollen's die uns durch sie entstandenen Kosten tragen, noch akzeptieren's den von uns vorgeschlagenen Gutachter. Selber schlagen’s aber glei gar keinen vor. Unseren Kandidaten lehnen’s ab, weil unser Anwalt den im Vorfeld angefragt hatte, ob er dazu überhaupt bereit wäre. Diese Anfrage nimmt die Gegenseite zum Anlass dem Gutachter eine Befangenheit zu unterstellen. Nur was hätt’s genutzt wenn mia ins Blaue hinein jemanden vorschlagen, der dann erst nachdem man sich auf ihn geeinigt hat, sagt dass er des gar ned machen mag? Dann geht doch ois wieder von vorn los.

Außerdem fordern's, dass ein Vergleich überhaupt nur in Frage käme, wenn mia die Urheberschaft von Frau Schwarzmann anerkennen, was mia freilich nicht tun können. Denn genau darum geht’s ja: dass sie aus unsra Sicht die Redewendung eben ned erfunden hat, sondern die unseres Erachtens dem Volksmund entstammt. Und zwar ned nur allein dem Bairischen, die ist auch im Hochdeutschen und in anderen Dialekten gebräuchlich, wie mia beweishaft darlegen können. Also können mia uns auf koan Vergleich einlassen, der sie als Urheberin bestätigt. Des warad ja absurd. 

Und so steh’ma jetza wieder ohne Ergebnis da. Außergerichtlich koa Einigung in der Sach erzielt, ned amoi auf einen Sachverständigen einigen können. Des hamma nun alles so dem Gericht mitgeteilt, nochmal an all unsere Beweise erinnert (mia ham ja no a wengerl mehra als hier im Bild gezeigt), Zeugen wiederholt benannt und hoffen nun drauf, dass das Gericht die Beweise auch würdigt und die Zeugen vorlädt und anhört. Dann spar ma uns a teures Gutachten. Moi schaung, was das Gericht entscheidet wia’s denn weidageh soll in der Angelegenheit. ❓

Als gabad’s nix wichtigeres auf der Welt als sich scho seit oam ganzen Jahr (!!!) um a einfache Redewendung zu streiten. Des empfinden mia als so dermaßen sinnbefreit, dass ma kaum Worte findet. Traurig is des. Mit der Energie, der Zeit und dem Geld könnt ma wahrlich konstruktivere Projekte o’packa.

Umso mehr gfrei ma uns über die fortwährenden Solidaritätsbekundungen aus verschiedensten Richtungen. Danke an alle, die uns guad zureden, uns die Daumen drücken und uns in Wort und Tat beistehen. Soviel Loyalität zu spüren is wunderbar. Ihr seids die besten! ❤️ Danke. Vergelt’s Gott.

Fabio & Carola Cinelli


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